Sonntag, 24. Januar 2010
Dragon Age: Diaries – Die Wahrheit über Ostagar
Ich hoffe irgendjemand findet diese Zeilen und ich hoffe sie verklingen nicht ungehört. Mein Name ist Terralon Arastani und ich diente unter dem Kommando von Teyrn Loghain in der Schlacht von Ostagar. Mein Leben wird bald zu Ende sein und ich spüre wie mein Gewissen mich plagt. Alle glauben die Ereignisse bei Ostagar zu kennen, doch es ist nicht die wahre Geschichte. Die Grey Wardens sind keine Verräter und sie haben auch nicht König Cailin auf dem Gewissen. Ich sollte jedoch vielleicht beim Ursprung beginnen.
Es war der Tag vor der erwarteten Schlacht gegen die Darkspawn. Die Moral war gut. Sie steigerte sich noch als Sir Duncan von den Grey Wardens mit einer weiteren Rekrutin zurückmeldete. Es war eine Dalish. Obwohl ich kein Elfenfreund bin, muss ich sagen, dass sie bis zu jenem Augenblick die schönste Frau war, welcher ich begegnet bin. Aber ihre Bewegungen verrieten einem erfahrenen Soldaten wie mir, dass sie genauso tödlich war, wie sie schön war. Es fiel etwas schwer nicht zu zittern oder zu erröten, als sie mir ein paar Fragen über das Lager stellte. Ich beantwortete sie so gut es ging und kam nicht umhin ihr ein wenig zu folgen.
Eine unglaubliche Frau. Ich kenne niemanden, der einfach so zum Zelt des Teyrn geht und auch noch problemlos vorlügen kann, dass man eine Audienz hat. Teyrn Loghain ist eine beeindruckende Person vor der man durchaus zusammenschrecken kann, wenn er einen anstarrt. Sie zögerte jedoch nicht, anschließend ging sie zu unserem Hundeführer. Einer seiner besten Mabari war von der Krankheit der Darkspawn befallen und er machte sich große Sorgen. Vor allem, da er keine Hilfe hatte, die ihm helfen konnte oder wollte den Hund ruhig zu stellen. Die Dalish tat es ohne mit der Wimper zu zucken. Was für eine Frau.
Als nächstes bekam unser guter Quartiermeister das Temperament der Dalish zu spüren, als er ihr einfach irgendwelche Befehle erteilte und wie eine seiner Elfenangestellten behandelte. Am liebsten hätte ich laut aufgelacht, als diesem Schinder seine Worte im Halse stecken blieben, aber leider musste ich meine Pflichten wieder aufnehmen. Nur am Rande erfuhr ich, dass die Dalish mit den anderen beiden Rekruten und Sir Alistair in die Wildnis aufgebrochen waren. Ich dachte mir zuerst, dass wird es mit ihnen gewesen sein, aber just als ich von einem kurzen Schläfchen aufwachte kehrten sie zurück. Danach überschlugen sich die Ereignisse.
Nach irgendeinem Ritual, von dem ich auch gar nichts wissen möchte, schlossen sich Sir Duncan und die Dalish der Planungssitzung an. Es schien wohl heiß her zu gehen und zum Schluss hatten wir unsere Befehle. Die Grey Wardens sollten zusammen mit ein paar Einheiten die Darkspawn abfangen, während wir nach dem Entzünden des Leuchtfeuers im Turm von Ishal den Darkspawn in die Flanke fallen sollten. Ein guter Plan.
Schmerzlich sahen wir zu wie unsere Kameraden in die Schlacht zogen und fielen. Doch wir durften noch nicht handeln. Wenn wir jetzt schon losstürmten wäre der Plan gefährdet. Also warteten wir. Es schienen Stunden zu vergehen bis das Feuer brannte, aber als es dann endlich brannte, wetzten wir unsere Klingen. Wollten Kameraden rächen und den Darkspawn zeigen wer der bessere ist. Doch unsere Klingen sollten ungenutzt wieder in ihren Scheiden verschwinden. Der Teyrn gab uns den Befehl zum Rückzug. Einige Kamerade und ich wunderten uns, sollten wir nicht angreifen? So war doch der Plan. Leider war der Befehl unmissverständlich also zogen wir ab. Als einfacher Soldat hat man diesbezüglich nicht sehr Wahl. Es änderte jedoch nichts daran, dass ich mich schlecht und mies fühlte. Von unserer Position sah es so aus, als wären wir wirklich das Zünglein an der Waage gewesen. Es war jedoch noch halbwegs ertragbar gewesen, es war nicht das erste Mal, dass ich Kameraden zurücklassen musste. Schlimmer war jedoch, was danach geschah. Teyrn Loghain verdammte die Grey Wardens als Verräter welche mit den Darkspawn ein Komplott ausgeheckt hatte um Ferelden einzunehmen. Ihr Verrat sei Schuld am Tode unseres geliebten Königs.
Doch dem war nicht so. Unser König wurde verraten aber nicht von den Grey Wardens sondern von dem besten Freund seines Vaters. Teyrn Loghan.
Wer immer diese Zeilen finden mag, bitte verbreite sie, jeder soll die Wahrheit kennen. Ich kann sie nicht mehr verbreiten, denn der Henker wartet bereits.
Es war der Tag vor der erwarteten Schlacht gegen die Darkspawn. Die Moral war gut. Sie steigerte sich noch als Sir Duncan von den Grey Wardens mit einer weiteren Rekrutin zurückmeldete. Es war eine Dalish. Obwohl ich kein Elfenfreund bin, muss ich sagen, dass sie bis zu jenem Augenblick die schönste Frau war, welcher ich begegnet bin. Aber ihre Bewegungen verrieten einem erfahrenen Soldaten wie mir, dass sie genauso tödlich war, wie sie schön war. Es fiel etwas schwer nicht zu zittern oder zu erröten, als sie mir ein paar Fragen über das Lager stellte. Ich beantwortete sie so gut es ging und kam nicht umhin ihr ein wenig zu folgen.
Eine unglaubliche Frau. Ich kenne niemanden, der einfach so zum Zelt des Teyrn geht und auch noch problemlos vorlügen kann, dass man eine Audienz hat. Teyrn Loghain ist eine beeindruckende Person vor der man durchaus zusammenschrecken kann, wenn er einen anstarrt. Sie zögerte jedoch nicht, anschließend ging sie zu unserem Hundeführer. Einer seiner besten Mabari war von der Krankheit der Darkspawn befallen und er machte sich große Sorgen. Vor allem, da er keine Hilfe hatte, die ihm helfen konnte oder wollte den Hund ruhig zu stellen. Die Dalish tat es ohne mit der Wimper zu zucken. Was für eine Frau.
Als nächstes bekam unser guter Quartiermeister das Temperament der Dalish zu spüren, als er ihr einfach irgendwelche Befehle erteilte und wie eine seiner Elfenangestellten behandelte. Am liebsten hätte ich laut aufgelacht, als diesem Schinder seine Worte im Halse stecken blieben, aber leider musste ich meine Pflichten wieder aufnehmen. Nur am Rande erfuhr ich, dass die Dalish mit den anderen beiden Rekruten und Sir Alistair in die Wildnis aufgebrochen waren. Ich dachte mir zuerst, dass wird es mit ihnen gewesen sein, aber just als ich von einem kurzen Schläfchen aufwachte kehrten sie zurück. Danach überschlugen sich die Ereignisse.
Nach irgendeinem Ritual, von dem ich auch gar nichts wissen möchte, schlossen sich Sir Duncan und die Dalish der Planungssitzung an. Es schien wohl heiß her zu gehen und zum Schluss hatten wir unsere Befehle. Die Grey Wardens sollten zusammen mit ein paar Einheiten die Darkspawn abfangen, während wir nach dem Entzünden des Leuchtfeuers im Turm von Ishal den Darkspawn in die Flanke fallen sollten. Ein guter Plan.
Schmerzlich sahen wir zu wie unsere Kameraden in die Schlacht zogen und fielen. Doch wir durften noch nicht handeln. Wenn wir jetzt schon losstürmten wäre der Plan gefährdet. Also warteten wir. Es schienen Stunden zu vergehen bis das Feuer brannte, aber als es dann endlich brannte, wetzten wir unsere Klingen. Wollten Kameraden rächen und den Darkspawn zeigen wer der bessere ist. Doch unsere Klingen sollten ungenutzt wieder in ihren Scheiden verschwinden. Der Teyrn gab uns den Befehl zum Rückzug. Einige Kamerade und ich wunderten uns, sollten wir nicht angreifen? So war doch der Plan. Leider war der Befehl unmissverständlich also zogen wir ab. Als einfacher Soldat hat man diesbezüglich nicht sehr Wahl. Es änderte jedoch nichts daran, dass ich mich schlecht und mies fühlte. Von unserer Position sah es so aus, als wären wir wirklich das Zünglein an der Waage gewesen. Es war jedoch noch halbwegs ertragbar gewesen, es war nicht das erste Mal, dass ich Kameraden zurücklassen musste. Schlimmer war jedoch, was danach geschah. Teyrn Loghain verdammte die Grey Wardens als Verräter welche mit den Darkspawn ein Komplott ausgeheckt hatte um Ferelden einzunehmen. Ihr Verrat sei Schuld am Tode unseres geliebten Königs.
Doch dem war nicht so. Unser König wurde verraten aber nicht von den Grey Wardens sondern von dem besten Freund seines Vaters. Teyrn Loghan.
Wer immer diese Zeilen finden mag, bitte verbreite sie, jeder soll die Wahrheit kennen. Ich kann sie nicht mehr verbreiten, denn der Henker wartet bereits.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Dragon Age: Diaries – bald ein neuer Eintrag
So falls sich schon der eine oder andere gewundert hat, wieso es hier nicht weitergeht, dann bekommt er hier die Erklärung.
Ich habe mich erstmal hauptsächlich auf meine letzte Geschichte konzentriert, dazu noch auf die Schule. Jetzt habe ich erstmal Ferien und die Geschichte ist auch fertig, von daher wird es recht bald einen neuen Teil geben. Ich habe jedoch eine kleine Änderung eingeplant. Anstelle meiner Idee ein fortlaufendes Tagebuch zu schreiben, werde ich verschiedene Schreiben, von daher kann es auch sein, dass sich das eine oder andere wiederholt. Ich hoffe damit verschiedene Facetten des Spiels einzufangen. Mal schauen ob es mir gelingt.
Ich habe mich erstmal hauptsächlich auf meine letzte Geschichte konzentriert, dazu noch auf die Schule. Jetzt habe ich erstmal Ferien und die Geschichte ist auch fertig, von daher wird es recht bald einen neuen Teil geben. Ich habe jedoch eine kleine Änderung eingeplant. Anstelle meiner Idee ein fortlaufendes Tagebuch zu schreiben, werde ich verschiedene Schreiben, von daher kann es auch sein, dass sich das eine oder andere wiederholt. Ich hoffe damit verschiedene Facetten des Spiels einzufangen. Mal schauen ob es mir gelingt.
Sonntag, 13. Dezember 2009
Some time later in Dianserin - letzter Teil
Sein Schädel brummte und pochte wie verrückt. Schmerz verzehrt öffnete Rikard die Augen. Irgendwer hatte ihm eins über den Hinterkopf gezogen, als er gerade sein Nachtlager aufgeschlagen hatte. Dabei hatte sich seine Suche endlich bezahlt gemacht. Ein alter Herr im letzten Gasthaus hatte eine Frau gesehen, auf die genau Danjas Beschreibung passte. Nur der Ort war etwas ungewöhnlich, wo er sie gesehen hatte und außerdem kam ihm der alte Mann auch bekannt vor. Sofort hatte er seine Reise fortgesetzt und war zwei Tage in Richtung der Grauschleierberge geritten und nun dies.
Er versuchte seine Hände zu lösen, musste jedoch feststellen, dass er sich wegen der Kopfschmerzen nicht gut konzentrieren konnte und seine Hände sowohl mit eisernen Handschellen wie auch mit einem starken Seil gebunden waren. Keine gute Voraussetzung um sich selbst zu befreien.
Beim Aufsehen sah er dann seine drei Entführer. Raue Bursche, irgendwelche Wegelagerer und Banditen. Aus dem Gemurmel konnte er verstehen, dass sie wohl rätselten was sie nun mit ihm anfangen sollten. Viel hatte Rik nicht dabei gehabt. Wenn er Geld gebraucht hatte, fand sich immer jemand in seiner Nähe, der ihm was leihen konnte. Zinslos und unwissend, natürlich. Dies machte das Zurückzahlen des Geldes um einiges einfacher, man konnte es nämlich einfach lassen. Die Banditen saßen um ein Feuerchen herum, an dem sie einen Hasen und ein paar Vögel brieten. Das war jedoch nicht das einzige, was er am Feuer sah. Er wünschte sich seine Augen reiben zu können, denn er glaubte nicht so recht was er sah. Es musste noch mit dem Schlag auf den Kopf zu tun haben.
Modoki tapste ans Feuer heran. Das Wasser lief ihr langsam im Mund zusammen. Die Bratvögel und der Hase sahen so lecker aus. Schüchtern führte sie die Hand zum Mund und überlegte kurz. Die Männer bemerkten sie gar nicht, was doof war, denn das Essen war viel zu weit über dem Feuer und die Spieße für Modoki viel zu unhandlich, als dass sie alleine dran gekommen wäre. Aber anstelle Modoki zu beachten, stritten die Männer darüber was sie mit dem prächtigen Schwert von Rikard machen sollten. „Kriegt Modoki auch etwas ab?“ fragte sie dann endlich und bezog sich natürlich aufs Essen und nicht auf die Beute.
Der Bandit direkt neben Modoki schreckte auf als er sie sah und reden hörte. Seine beiden Kumpane schauten zu ihm rüber und wunderten sich wieso ihr Kamerad so erschrocken war. Für sie war da einfach nur ein Hase, den man vielleicht auch noch fangen sollte. Sie sahen jedenfalls keine direkte Bedrohung in Modoki. Die Bedrohung ging auch nicht von Modoki aus, sondern von ihren Begleitern. Flint, Arlea und Valerius machten kurzen Prozess mit den Banditen, noch bevor sie merkten was los war.
Es musste sich immer noch einen Traum handeln, seine Freunde konnten nicht hier sein und das kleine nervige Fellknäuel schon drei Mal nicht. Das war damals nach der Sache mit Kuolema verschwunden, weil einfach die Drachenseele wieder in den eigenen Körper zurückgekehrt war oder so ähnlich. Magie würde Rikard nie ganz verstehen und wollte es auch nicht. Die Traumarlea löste dann auch mit einem einfachen Schnippen ihrer Finger seine Handschellen und Fesseln. Er dankte ihr und stand auf, in der Erwartung jeden Augenblick aus seinem Traum aufzuwachen. Er musste jedoch feststellen, dass er nicht geschlafen hatte und zwar schmerzhaft. Der Aufprall von Flints Vollhelm in Riks Gesicht schickte ihn just wirklich ins Traumland.
Ein weiterer Nachteil ihrer geschwächten Form war, dass Kuolema sich nun auf Untergebene verlassen musste, die wie so oft nur selten genau das umsetzen konnten, was sie wirklich wollte. Gerade war wieder so ein Fall eingetreten. Sie hatte kurz nach Rikard erfahren, dass ihr Versteck aufgeflogen war und hatte ein paar ihrer Leute ausgesandt um Rikard abzufangen, nur um nun die Meldung jetzt zu erhalten, dass ihre Leute zu spät waren und ein paar einfache Straßenräuber Rikard überwältig hatten. Dies war überhaupt nicht gut. Danjas Mann würde sich befreien, daran hatte sie keine Zweifel und er würde hierher kommen. Vermutlich würde er auch noch mit seinen Freunden im Gepäck auftauchen. Sie ließ sofort Sicherheitsmaßnahmen treffen und überlegte was sie selbst tun sollte.
Nach etlichen Streitereien und einigen Tagen erreichte die kleine Gruppe das Versteck Koulemas und ihrer Mannen. Es war eine Burg gut versteckt und teilweise aus dem Felsen direkt gehauen. Zwei große schwere Tore versperrten den Weg ins Innere und von den Wachen auf den Zinnen darüber waren sie gut zu sehen, denn der Weg zur Burg war von jener aus gut einzusehen. Die Wachen spannten auch schon ihre Armbrüste, von denen jeder zwei bereit stehen hatte, um schnell ein paar Schüsse abzugeben. Womit jedoch die Wachen nicht gerechnet hatten, was dass zwei Mitglieder der Gruppe den Weg verließen und sich aus der Luft näherten. Diese beide waren Arlea und Valerius. Während Valerius auf silbernen Federflügeln näher kam, zierten Arleas Rücken rotgoldene Lederschwingen. So unterschiedlich ihre Flügel waren, waren auch ihre Zauber. Während Valerius ein paar Blitze auf die Feinde schoss und damit die eine Hälfte röstete zog Arlea es vor, die Herren einfach nur Schlafen zu schicken. Sie kannte zwar auch einen oder zwei Zauber dieser Kategorie, aber sie hatte sich dann etwas anders orientiert und zog Verwandlungen, Illusion und Verzauberungen vor. Ehe auch nur ein Bolzen abgefeuert werden konnte, war das Burgtor gefallen.
Kuolema hörte nur ungern die Meldung vom Tor. So leicht hätte es nicht fallen dürfen. Herzlos wie sie war schickte sie alle Männer gegen ihre Feinde, während sie ihre Fallen aktivierte und überlegte, wie sie sowohl die Kinder als auch Danja richtig als Geiseln einsetzen konnte. Sie erwischte sich auch dabei wie sie ein Gebet um Unterstützung an Lamashtu, die Dämonenkönigin sandte. So sehr war sie schon verweichlicht, fürchtete sie sich, aber es blieb ihr kaum eine andere Wahl. Mit allen vieren konnte sie es nicht mehr alleine Aufnehmen.
Dana klammerte sich an ihren Bruder. Vor ihrem Zimmer waren schreckliche Dinge zu hören. Männer schrien vor Schmerzen und das Aufeinandertreffen von Stahl war zu hören. Dorian suchte nach irgendwas um seine Schwester zu verteidigen. Aber die böse Frau, welche immer behauptete ihre Mutter zu sein, hatte schon dafür gesorgt, dass sich nichts im Zimmer befand, was ihr gefährlich werden könnte. Aber auch er wurde immer nervöser. Vor allem als sich die Tür langsam öffnete.
Modoki schnaufte ganz schön, während sie mühevoll die Tür aufschob. Sie hätte ja durchaus auf Rikard und Valerius warten können, die nur ein paar Meter hinter ihr waren, aber dazu hatte sie keine Lust. Nachdem die Tür weit genug offen war und sie in das Zimmer der Kinder kam, erschrak Modoki.
Dorian sah jetzt schon seinem Vater sehr ähnlich und deshalb bekam Modoki einen Schock und schrie: „Ah, Rik geschrumpft!“ Sie lief dabei panisch hin und her und wiederholte immer wieder die Worte.
Die Kinder waren ziemlich überrascht von Modoki, wobei Dana, das kleine Wesen lustig fand und kicherte. Dorian hingegen war skeptisch. Dies konnte durchaus wieder eine Falle, dieser komischen Hexe sein, die ständig ihre Mutter nachahmte. Doch so war diesmal nicht, denn nach einer Weile kamen Rik und Val zu ihnen ins Zimmer. Es dauerte ein paar Sekunden, bis die Kinder registrierten, dass ihr Vater gekommen war. Dorian musste sogar mit seiner Skepsis ringen. Doch auch erkannte diesmal keinen Trick und so liefen seine Schwester und er zu ihm und rannten ihn fast über den Haufen.
Rik drückte seine Kinder fest an sich. Er war so froh sie endlich wieder gefunden zu haben. Einzig Modoki störte. Mal wieder! Sie rannte immer noch in und her, bis Rik sie an ihren Löffelohren packte und hochhob. „Kannst du endlich mal aufhören zu schreien!?“ fragte er leicht gereizt. Modoki zeigte mit einem ihrer kleinen Ärmchen auf Rik und meinte total gefasst: „Doch nicht geschrumpft!“ Rik verstand gar nichts und Valerius fing an zu lachen, wobei Dana mit einstimmte. Dorian erklärte dann kichernd seinem Vater die Verwechslung. Es tat so gut seine Kinder trotz der Erlebnisse, die sie durchmachen mussten, lachen zu hören. „Wir sollten dann langsam verschwinden. Flint und Arlea sollten bald Danja gefunden haben und wir wollen doch nicht zu spät kommen“, meinte Valerius nachdem er aufgehört hatte zu lachen. Rikard nahm seine Tochter auf den Arm und Valerius Dorian, nachdem er einen kleinen Kraftzauber auf sich gesprochen hatte. Sie machten den beiden noch klar, dass sie die Augen geschlossen halten sollten. Rik wollte nicht, dass sie das Blutbad sahen, welches Val und er hinterlassen hatten.
Flint fluchte: „Blödes Schloss, geh doch einfach auf verdammt!“ Er rüttelte wie bekloppt an der Tür hinter der sich Danja befinden musste. Arlea kümmerte sich nebenbei um die Wärter. Die letzten beiden folgten ihr gerade auf dem Weg zu Flint. „Du hast ja die Tür immer noch nicht auf“, meinte Arlea und neckte ihn. „Hast wohl vergessen wie man nen Schlüssel benutzt?“
„Sehr witzig! Die Tür klemmt einfach. Und warum kümmerst du nicht um die beiden Wärter da? Ich habe keine Lust von hinten erschlagen zu werden. Ich hab schließlich noch an einer Hochzeit teilzunehmen.“ Kaum hatte er die Worte fertig gesprochen, da knallte der erste Wärter volle Kanne gegen irgendetwas und landete auf seinem Hosenboden.
„Wo kommt die Wand her, verdammt?“ fragte der Wärter fluchend. Arlea grinste. Sie hatte vor den Wärtern eine Wand erscheinen lassen. Zumindest war sie für die beiden da. Es war nur eine Illusion, aber wenn man diese nicht durchschaute konnten auch Illusionen ganz schön schmerzhaft sein. Es war vor allem lustig zuzusehen, wie die beiden Wärter irgendwie versuchten, diese Wand zu beseitigen. Obwohl sie mit genug Willenskraft einfach hätten durchlaufen können. Derweil setzte Arlea zum großen Finale an. Zuerst ließ sich selbst in blassblaues Licht hüllen, was ihr ein geisterhaftes Aussehen verschaffte. Danach noch ein kleiner Levitationszauber und dann begann die Geisterschau. Die beiden Wärter bekamen einen solchen Schreck, als die Geistarlea aus der Wand kam, dass sie vor Schreck vergasen, dass sie eigentlich jemanden verfolgten.
Kuolemas Plan wurde zum Desaster. Ihre Männer waren entweder Tod oder waren geflohen. Die Bälger waren frei und auch Danja hatten sie mittlerweile befreit. Es war furchtbar. Lamashtu erhörte sie auch nicht. Es kam jedoch noch schlimmer.
„Lalala“, trällerte es fröhlich durch Kuolemas Zimmer und Kuolema bekam es mit der Angst zu tun, denn diese Stimme hatte sich eingebrannt. Niemals würde sie vergessen können, wem sie gehörte und ihre Augen erblickten Modoki und weiteten sich vor Angst und Schrecken. „Nein, nein, nicht du! Du bist nicht hier!“ schrie sie und sandte einen Feuerstrahl nach Modoki, doch dieser ging weit vorbei. Sie ließ ihre Hand zur Klaue werden und versuchte nun Modoki zu fangen, doch es gelang ihr einfach nicht. Langsam aber sich wurde sie panisch.
Tuhoamisen amüsierte sich über die Situation seiner alten Feindin. Er hatte dafür gesorgt, dass Kuolemas Plan fehlschlug, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Für das Erscheinen der Freunde des Menschenmannes zeichnete er sich nicht verantwortlich. Es machte jedoch nichts. Es diente ihm sehr wohl. Vor allem in der letzten Phase seines Planes sich Kuolemas Domäne anzueignen. Sie hatte zwar einen Großteil ihrer Dämonenkräfte eingebüßt, aber im Abyss erstrecke sich ihr Einfluss noch viel zu weit, aber er war aufgrund ihrer Besessenheit für die Welt der Sterblichen stark geschwächt. Tuhoamisen hatte noch nie so ganz verstanden, was an dieser Welt so toll war. Es war jedoch für ihn zum Nutzen und nun offenbarte er sich seiner Feinde um sie genau zu dem zu machen, wovon sie besessen war und danach würde er ihrem Tod zusehen und anschließend im Abyss seine Finger nach ihrer Ländern und Reichtümern ausstrecken.
Kurz bevor Kuolema Modoki hätte packen können, verhandelte sich ihre Klaue wieder eine Hand. Welche Kräfte hatte dieses kleine Biest denn nun schon wieder, fluchte sie innerlich. Doch aus dem Augenwinkel heraus sah sie einen anderen Eindringling. In der 1,40m großen stämmigen Gestalt mit langem Bart erkannte sie sofort ihren alten Feind Tuhoamisen, der sie auch noch hämisch auslachte, kurz bevor sie einen unglaublichen Schmerz verspürte. Irgendetwas in Ihr veränderte sich und zu dem von Modoki schon ausgelösten Schrecken kam nun noch die Furcht der Veränderung hinzu. Sie versuchte noch einen schnellen Zauber, aber ihre Kraft war verschwunden. Die Verwandlung in ihre urtümliche Gestalt wollte ihr auch nicht mehr gelingen.
Doch in diesem Chaos hatte sie auch noch einen kleinen Anflug von Glück. Denn Tuhoamisen kannte Modoki nicht und verstand dieses Wesen auch nicht, dass es trotz dem ganzen immer noch so ruhig und lustig blieb. Vor allem wusste er nicht, dass Modoki, ohne es selbst zu wissen, eine Art Dämonenbann war. So musste er mit Schrecken feststellen, dass ihm nun genau das Gleiche wiederfuhr wie Kuolema vor einigen Jahren. In dem er seine Dämonenenergien freigesetzt hatte, wurden diese von Modoki einfach aufgesagt und aufgelöst. Es blieb ihm nur noch die Flucht in den Abyss, denn er wollte nicht riskieren, noch mehr Macht zu verlieren, auch wenn er gerne Kuolemas Untergang direkt verfolgt hätte.
„Aua!“ grunzte Rik, als er die Faust seiner Frau abbekam. „Was soll das denn?“ fragte er. „Das ist dafür, dass du nicht bei meiner Beerdigung warst“, antworte Danja und verpasste Rikard noch einen zweiten Schlag, bevor er etwas erwidern konnte. „Und der ist dafür, dass du mich solange hast warten lassen.“ Anschließend küsste sie ihn dann endlich. Sie war immer noch die Alte, freute sich Rikard innerlich. Es war einer dieser Momente, die nie zu Ende gehen sollten. Leider endeten sie jedoch immer. Gerade jetzt weil Dorian und Dana drängelten, endlich nach Hause zu gehen. Sie wollten weg von diesem Ort. Was ganz verständlich war. Zuvor galt es jedoch noch eine Aufgabe zu erledigen.
Modoki stieß fröhlich und gut gelaunt auch wieder dazu und hatte was weniger fröhlich war Kuolema im Gepäck. Jedoch war diese ziemlich fertig mit allem. Man konnte es ihr ansehen. Es änderte jedoch nichts an Danjas Wut. „So Kinder, dann wollen wir mal. Mama kommt gleich nach, sie hat nur noch etwas mit der Frau zu besprechen“, sagte Rikard und schob Dorian und Dana nach draußen in den Hof. Arlea schloss die Tür hinter ihnen, nachdem alle draußen waren. Im Hof spielten die Kinder, dann mit Modoki fangen, bis ihre Mutter mit fröhlicher Miene nach draußen kam und mit Hilfe eines von Modokis Portalen waren sie auch in Windes eile wieder zu Hause.
Kuolema saß auf einem Stuhl und hielt sich ein kaltes Nasses Tuch auf ihr linkes Auge, wo Danja sie genau getroffen und zu Boden geschickt hatte. Sie wünschte sich, Danja hätte sie getötet, damit sie nicht in diesem Körper weiterleben musste. Aber sie verstand es irgendwo. Sie verstand nun langsam den Begriff Mitleid. Auch wenn sie nicht verstand wie Danja dies trotz Wut hatte fühlen können. Es würde wohl immer Danjas Geheimnis bleiben. Für Kuolema stellte sich jedoch nun die Frage, was sollte sie jetzt tun. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Das Leben einer Sterblichen war für sie ungewohnt und sie wusste zwar einiges, aber sie wusste nicht wie sie das umsetzen sollte. Hilfe nährte sich rasch. Es war ein alter Mann, der ein schelmisches Grinsen im Gesicht hatte. „Hallo, junges Fräulein. Ihr seht so aus, als könntet ihr ein neues zu Hause gebrauchen und vielleicht eine helfende Hand“, sagte er und schnippte. Kurz darauf war der Raum leer.
Endlich war es soweit. Flints Herz pochte wie verrückt, als er vorne am Altar stand und auf Elissa wartete. Valerius flüsterte ihm etwas Mut zu. Dann war es endlich soweit und die Braut betrat die Kapelle und die Zeremonie begann. Es war eine wundervolle Hochzeit und Flint war überglücklich, dass auch seine Freunde dabei waren. Er hoffte nur, dass Modoki sich benahm und nicht plötzlich auf dem Altar auftauchte.
Diese Sorge war unbegründet, denn Rik hatte dafür gesorgt, dass Modoki abgelenkt war, auch wenn er es später dreimal bereuen würde. Er hoffte nur, dass der Konditor im Ort, noch irgendwo eine zweite Torte versteckt hatte, wie er es ihm geraten hatte, denn sonst würde es für Rik noch eine ganz schön anstrengende Hochzeit werden. Schließlich lag draußen auf dem Festtisch eine mit Torte vollgestopfte Modoki und hielt ein Verdauungsschläfchen.
Epilog
Kuolema lernte mit ihrem neuen Schicksal umzugehen. Der alte Mann, wer auch immer er war, hatte so viel für sie getan. Sie verstand nun langsam, dass sie viel Leid und Tod über die Welt gebracht hatte. Mittlerweile lebte sie in einem Kloster, welches der gütigen Sarenrae geweiht war. Ihren alten Namen hatte sie nun abgelegt und nannte sich nun Rauha, Frieden.
Er versuchte seine Hände zu lösen, musste jedoch feststellen, dass er sich wegen der Kopfschmerzen nicht gut konzentrieren konnte und seine Hände sowohl mit eisernen Handschellen wie auch mit einem starken Seil gebunden waren. Keine gute Voraussetzung um sich selbst zu befreien.
Beim Aufsehen sah er dann seine drei Entführer. Raue Bursche, irgendwelche Wegelagerer und Banditen. Aus dem Gemurmel konnte er verstehen, dass sie wohl rätselten was sie nun mit ihm anfangen sollten. Viel hatte Rik nicht dabei gehabt. Wenn er Geld gebraucht hatte, fand sich immer jemand in seiner Nähe, der ihm was leihen konnte. Zinslos und unwissend, natürlich. Dies machte das Zurückzahlen des Geldes um einiges einfacher, man konnte es nämlich einfach lassen. Die Banditen saßen um ein Feuerchen herum, an dem sie einen Hasen und ein paar Vögel brieten. Das war jedoch nicht das einzige, was er am Feuer sah. Er wünschte sich seine Augen reiben zu können, denn er glaubte nicht so recht was er sah. Es musste noch mit dem Schlag auf den Kopf zu tun haben.
Modoki tapste ans Feuer heran. Das Wasser lief ihr langsam im Mund zusammen. Die Bratvögel und der Hase sahen so lecker aus. Schüchtern führte sie die Hand zum Mund und überlegte kurz. Die Männer bemerkten sie gar nicht, was doof war, denn das Essen war viel zu weit über dem Feuer und die Spieße für Modoki viel zu unhandlich, als dass sie alleine dran gekommen wäre. Aber anstelle Modoki zu beachten, stritten die Männer darüber was sie mit dem prächtigen Schwert von Rikard machen sollten. „Kriegt Modoki auch etwas ab?“ fragte sie dann endlich und bezog sich natürlich aufs Essen und nicht auf die Beute.
Der Bandit direkt neben Modoki schreckte auf als er sie sah und reden hörte. Seine beiden Kumpane schauten zu ihm rüber und wunderten sich wieso ihr Kamerad so erschrocken war. Für sie war da einfach nur ein Hase, den man vielleicht auch noch fangen sollte. Sie sahen jedenfalls keine direkte Bedrohung in Modoki. Die Bedrohung ging auch nicht von Modoki aus, sondern von ihren Begleitern. Flint, Arlea und Valerius machten kurzen Prozess mit den Banditen, noch bevor sie merkten was los war.
Es musste sich immer noch einen Traum handeln, seine Freunde konnten nicht hier sein und das kleine nervige Fellknäuel schon drei Mal nicht. Das war damals nach der Sache mit Kuolema verschwunden, weil einfach die Drachenseele wieder in den eigenen Körper zurückgekehrt war oder so ähnlich. Magie würde Rikard nie ganz verstehen und wollte es auch nicht. Die Traumarlea löste dann auch mit einem einfachen Schnippen ihrer Finger seine Handschellen und Fesseln. Er dankte ihr und stand auf, in der Erwartung jeden Augenblick aus seinem Traum aufzuwachen. Er musste jedoch feststellen, dass er nicht geschlafen hatte und zwar schmerzhaft. Der Aufprall von Flints Vollhelm in Riks Gesicht schickte ihn just wirklich ins Traumland.
Ein weiterer Nachteil ihrer geschwächten Form war, dass Kuolema sich nun auf Untergebene verlassen musste, die wie so oft nur selten genau das umsetzen konnten, was sie wirklich wollte. Gerade war wieder so ein Fall eingetreten. Sie hatte kurz nach Rikard erfahren, dass ihr Versteck aufgeflogen war und hatte ein paar ihrer Leute ausgesandt um Rikard abzufangen, nur um nun die Meldung jetzt zu erhalten, dass ihre Leute zu spät waren und ein paar einfache Straßenräuber Rikard überwältig hatten. Dies war überhaupt nicht gut. Danjas Mann würde sich befreien, daran hatte sie keine Zweifel und er würde hierher kommen. Vermutlich würde er auch noch mit seinen Freunden im Gepäck auftauchen. Sie ließ sofort Sicherheitsmaßnahmen treffen und überlegte was sie selbst tun sollte.
Nach etlichen Streitereien und einigen Tagen erreichte die kleine Gruppe das Versteck Koulemas und ihrer Mannen. Es war eine Burg gut versteckt und teilweise aus dem Felsen direkt gehauen. Zwei große schwere Tore versperrten den Weg ins Innere und von den Wachen auf den Zinnen darüber waren sie gut zu sehen, denn der Weg zur Burg war von jener aus gut einzusehen. Die Wachen spannten auch schon ihre Armbrüste, von denen jeder zwei bereit stehen hatte, um schnell ein paar Schüsse abzugeben. Womit jedoch die Wachen nicht gerechnet hatten, was dass zwei Mitglieder der Gruppe den Weg verließen und sich aus der Luft näherten. Diese beide waren Arlea und Valerius. Während Valerius auf silbernen Federflügeln näher kam, zierten Arleas Rücken rotgoldene Lederschwingen. So unterschiedlich ihre Flügel waren, waren auch ihre Zauber. Während Valerius ein paar Blitze auf die Feinde schoss und damit die eine Hälfte röstete zog Arlea es vor, die Herren einfach nur Schlafen zu schicken. Sie kannte zwar auch einen oder zwei Zauber dieser Kategorie, aber sie hatte sich dann etwas anders orientiert und zog Verwandlungen, Illusion und Verzauberungen vor. Ehe auch nur ein Bolzen abgefeuert werden konnte, war das Burgtor gefallen.
Kuolema hörte nur ungern die Meldung vom Tor. So leicht hätte es nicht fallen dürfen. Herzlos wie sie war schickte sie alle Männer gegen ihre Feinde, während sie ihre Fallen aktivierte und überlegte, wie sie sowohl die Kinder als auch Danja richtig als Geiseln einsetzen konnte. Sie erwischte sich auch dabei wie sie ein Gebet um Unterstützung an Lamashtu, die Dämonenkönigin sandte. So sehr war sie schon verweichlicht, fürchtete sie sich, aber es blieb ihr kaum eine andere Wahl. Mit allen vieren konnte sie es nicht mehr alleine Aufnehmen.
Dana klammerte sich an ihren Bruder. Vor ihrem Zimmer waren schreckliche Dinge zu hören. Männer schrien vor Schmerzen und das Aufeinandertreffen von Stahl war zu hören. Dorian suchte nach irgendwas um seine Schwester zu verteidigen. Aber die böse Frau, welche immer behauptete ihre Mutter zu sein, hatte schon dafür gesorgt, dass sich nichts im Zimmer befand, was ihr gefährlich werden könnte. Aber auch er wurde immer nervöser. Vor allem als sich die Tür langsam öffnete.
Modoki schnaufte ganz schön, während sie mühevoll die Tür aufschob. Sie hätte ja durchaus auf Rikard und Valerius warten können, die nur ein paar Meter hinter ihr waren, aber dazu hatte sie keine Lust. Nachdem die Tür weit genug offen war und sie in das Zimmer der Kinder kam, erschrak Modoki.
Dorian sah jetzt schon seinem Vater sehr ähnlich und deshalb bekam Modoki einen Schock und schrie: „Ah, Rik geschrumpft!“ Sie lief dabei panisch hin und her und wiederholte immer wieder die Worte.
Die Kinder waren ziemlich überrascht von Modoki, wobei Dana, das kleine Wesen lustig fand und kicherte. Dorian hingegen war skeptisch. Dies konnte durchaus wieder eine Falle, dieser komischen Hexe sein, die ständig ihre Mutter nachahmte. Doch so war diesmal nicht, denn nach einer Weile kamen Rik und Val zu ihnen ins Zimmer. Es dauerte ein paar Sekunden, bis die Kinder registrierten, dass ihr Vater gekommen war. Dorian musste sogar mit seiner Skepsis ringen. Doch auch erkannte diesmal keinen Trick und so liefen seine Schwester und er zu ihm und rannten ihn fast über den Haufen.
Rik drückte seine Kinder fest an sich. Er war so froh sie endlich wieder gefunden zu haben. Einzig Modoki störte. Mal wieder! Sie rannte immer noch in und her, bis Rik sie an ihren Löffelohren packte und hochhob. „Kannst du endlich mal aufhören zu schreien!?“ fragte er leicht gereizt. Modoki zeigte mit einem ihrer kleinen Ärmchen auf Rik und meinte total gefasst: „Doch nicht geschrumpft!“ Rik verstand gar nichts und Valerius fing an zu lachen, wobei Dana mit einstimmte. Dorian erklärte dann kichernd seinem Vater die Verwechslung. Es tat so gut seine Kinder trotz der Erlebnisse, die sie durchmachen mussten, lachen zu hören. „Wir sollten dann langsam verschwinden. Flint und Arlea sollten bald Danja gefunden haben und wir wollen doch nicht zu spät kommen“, meinte Valerius nachdem er aufgehört hatte zu lachen. Rikard nahm seine Tochter auf den Arm und Valerius Dorian, nachdem er einen kleinen Kraftzauber auf sich gesprochen hatte. Sie machten den beiden noch klar, dass sie die Augen geschlossen halten sollten. Rik wollte nicht, dass sie das Blutbad sahen, welches Val und er hinterlassen hatten.
Flint fluchte: „Blödes Schloss, geh doch einfach auf verdammt!“ Er rüttelte wie bekloppt an der Tür hinter der sich Danja befinden musste. Arlea kümmerte sich nebenbei um die Wärter. Die letzten beiden folgten ihr gerade auf dem Weg zu Flint. „Du hast ja die Tür immer noch nicht auf“, meinte Arlea und neckte ihn. „Hast wohl vergessen wie man nen Schlüssel benutzt?“
„Sehr witzig! Die Tür klemmt einfach. Und warum kümmerst du nicht um die beiden Wärter da? Ich habe keine Lust von hinten erschlagen zu werden. Ich hab schließlich noch an einer Hochzeit teilzunehmen.“ Kaum hatte er die Worte fertig gesprochen, da knallte der erste Wärter volle Kanne gegen irgendetwas und landete auf seinem Hosenboden.
„Wo kommt die Wand her, verdammt?“ fragte der Wärter fluchend. Arlea grinste. Sie hatte vor den Wärtern eine Wand erscheinen lassen. Zumindest war sie für die beiden da. Es war nur eine Illusion, aber wenn man diese nicht durchschaute konnten auch Illusionen ganz schön schmerzhaft sein. Es war vor allem lustig zuzusehen, wie die beiden Wärter irgendwie versuchten, diese Wand zu beseitigen. Obwohl sie mit genug Willenskraft einfach hätten durchlaufen können. Derweil setzte Arlea zum großen Finale an. Zuerst ließ sich selbst in blassblaues Licht hüllen, was ihr ein geisterhaftes Aussehen verschaffte. Danach noch ein kleiner Levitationszauber und dann begann die Geisterschau. Die beiden Wärter bekamen einen solchen Schreck, als die Geistarlea aus der Wand kam, dass sie vor Schreck vergasen, dass sie eigentlich jemanden verfolgten.
Kuolemas Plan wurde zum Desaster. Ihre Männer waren entweder Tod oder waren geflohen. Die Bälger waren frei und auch Danja hatten sie mittlerweile befreit. Es war furchtbar. Lamashtu erhörte sie auch nicht. Es kam jedoch noch schlimmer.
„Lalala“, trällerte es fröhlich durch Kuolemas Zimmer und Kuolema bekam es mit der Angst zu tun, denn diese Stimme hatte sich eingebrannt. Niemals würde sie vergessen können, wem sie gehörte und ihre Augen erblickten Modoki und weiteten sich vor Angst und Schrecken. „Nein, nein, nicht du! Du bist nicht hier!“ schrie sie und sandte einen Feuerstrahl nach Modoki, doch dieser ging weit vorbei. Sie ließ ihre Hand zur Klaue werden und versuchte nun Modoki zu fangen, doch es gelang ihr einfach nicht. Langsam aber sich wurde sie panisch.
Tuhoamisen amüsierte sich über die Situation seiner alten Feindin. Er hatte dafür gesorgt, dass Kuolemas Plan fehlschlug, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Für das Erscheinen der Freunde des Menschenmannes zeichnete er sich nicht verantwortlich. Es machte jedoch nichts. Es diente ihm sehr wohl. Vor allem in der letzten Phase seines Planes sich Kuolemas Domäne anzueignen. Sie hatte zwar einen Großteil ihrer Dämonenkräfte eingebüßt, aber im Abyss erstrecke sich ihr Einfluss noch viel zu weit, aber er war aufgrund ihrer Besessenheit für die Welt der Sterblichen stark geschwächt. Tuhoamisen hatte noch nie so ganz verstanden, was an dieser Welt so toll war. Es war jedoch für ihn zum Nutzen und nun offenbarte er sich seiner Feinde um sie genau zu dem zu machen, wovon sie besessen war und danach würde er ihrem Tod zusehen und anschließend im Abyss seine Finger nach ihrer Ländern und Reichtümern ausstrecken.
Kurz bevor Kuolema Modoki hätte packen können, verhandelte sich ihre Klaue wieder eine Hand. Welche Kräfte hatte dieses kleine Biest denn nun schon wieder, fluchte sie innerlich. Doch aus dem Augenwinkel heraus sah sie einen anderen Eindringling. In der 1,40m großen stämmigen Gestalt mit langem Bart erkannte sie sofort ihren alten Feind Tuhoamisen, der sie auch noch hämisch auslachte, kurz bevor sie einen unglaublichen Schmerz verspürte. Irgendetwas in Ihr veränderte sich und zu dem von Modoki schon ausgelösten Schrecken kam nun noch die Furcht der Veränderung hinzu. Sie versuchte noch einen schnellen Zauber, aber ihre Kraft war verschwunden. Die Verwandlung in ihre urtümliche Gestalt wollte ihr auch nicht mehr gelingen.
Doch in diesem Chaos hatte sie auch noch einen kleinen Anflug von Glück. Denn Tuhoamisen kannte Modoki nicht und verstand dieses Wesen auch nicht, dass es trotz dem ganzen immer noch so ruhig und lustig blieb. Vor allem wusste er nicht, dass Modoki, ohne es selbst zu wissen, eine Art Dämonenbann war. So musste er mit Schrecken feststellen, dass ihm nun genau das Gleiche wiederfuhr wie Kuolema vor einigen Jahren. In dem er seine Dämonenenergien freigesetzt hatte, wurden diese von Modoki einfach aufgesagt und aufgelöst. Es blieb ihm nur noch die Flucht in den Abyss, denn er wollte nicht riskieren, noch mehr Macht zu verlieren, auch wenn er gerne Kuolemas Untergang direkt verfolgt hätte.
„Aua!“ grunzte Rik, als er die Faust seiner Frau abbekam. „Was soll das denn?“ fragte er. „Das ist dafür, dass du nicht bei meiner Beerdigung warst“, antworte Danja und verpasste Rikard noch einen zweiten Schlag, bevor er etwas erwidern konnte. „Und der ist dafür, dass du mich solange hast warten lassen.“ Anschließend küsste sie ihn dann endlich. Sie war immer noch die Alte, freute sich Rikard innerlich. Es war einer dieser Momente, die nie zu Ende gehen sollten. Leider endeten sie jedoch immer. Gerade jetzt weil Dorian und Dana drängelten, endlich nach Hause zu gehen. Sie wollten weg von diesem Ort. Was ganz verständlich war. Zuvor galt es jedoch noch eine Aufgabe zu erledigen.
Modoki stieß fröhlich und gut gelaunt auch wieder dazu und hatte was weniger fröhlich war Kuolema im Gepäck. Jedoch war diese ziemlich fertig mit allem. Man konnte es ihr ansehen. Es änderte jedoch nichts an Danjas Wut. „So Kinder, dann wollen wir mal. Mama kommt gleich nach, sie hat nur noch etwas mit der Frau zu besprechen“, sagte Rikard und schob Dorian und Dana nach draußen in den Hof. Arlea schloss die Tür hinter ihnen, nachdem alle draußen waren. Im Hof spielten die Kinder, dann mit Modoki fangen, bis ihre Mutter mit fröhlicher Miene nach draußen kam und mit Hilfe eines von Modokis Portalen waren sie auch in Windes eile wieder zu Hause.
Kuolema saß auf einem Stuhl und hielt sich ein kaltes Nasses Tuch auf ihr linkes Auge, wo Danja sie genau getroffen und zu Boden geschickt hatte. Sie wünschte sich, Danja hätte sie getötet, damit sie nicht in diesem Körper weiterleben musste. Aber sie verstand es irgendwo. Sie verstand nun langsam den Begriff Mitleid. Auch wenn sie nicht verstand wie Danja dies trotz Wut hatte fühlen können. Es würde wohl immer Danjas Geheimnis bleiben. Für Kuolema stellte sich jedoch nun die Frage, was sollte sie jetzt tun. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Das Leben einer Sterblichen war für sie ungewohnt und sie wusste zwar einiges, aber sie wusste nicht wie sie das umsetzen sollte. Hilfe nährte sich rasch. Es war ein alter Mann, der ein schelmisches Grinsen im Gesicht hatte. „Hallo, junges Fräulein. Ihr seht so aus, als könntet ihr ein neues zu Hause gebrauchen und vielleicht eine helfende Hand“, sagte er und schnippte. Kurz darauf war der Raum leer.
Endlich war es soweit. Flints Herz pochte wie verrückt, als er vorne am Altar stand und auf Elissa wartete. Valerius flüsterte ihm etwas Mut zu. Dann war es endlich soweit und die Braut betrat die Kapelle und die Zeremonie begann. Es war eine wundervolle Hochzeit und Flint war überglücklich, dass auch seine Freunde dabei waren. Er hoffte nur, dass Modoki sich benahm und nicht plötzlich auf dem Altar auftauchte.
Diese Sorge war unbegründet, denn Rik hatte dafür gesorgt, dass Modoki abgelenkt war, auch wenn er es später dreimal bereuen würde. Er hoffte nur, dass der Konditor im Ort, noch irgendwo eine zweite Torte versteckt hatte, wie er es ihm geraten hatte, denn sonst würde es für Rik noch eine ganz schön anstrengende Hochzeit werden. Schließlich lag draußen auf dem Festtisch eine mit Torte vollgestopfte Modoki und hielt ein Verdauungsschläfchen.
Epilog
Kuolema lernte mit ihrem neuen Schicksal umzugehen. Der alte Mann, wer auch immer er war, hatte so viel für sie getan. Sie verstand nun langsam, dass sie viel Leid und Tod über die Welt gebracht hatte. Mittlerweile lebte sie in einem Kloster, welches der gütigen Sarenrae geweiht war. Ihren alten Namen hatte sie nun abgelegt und nannte sich nun Rauha, Frieden.
Sonntag, 29. November 2009
Some time later in Dianserin - Teil1
Vorwort:
Diese Idee kam mir recht spontan vor ein paar Wochen. Als ich dann aus Ingolstadt heimgefahren bin, hab ich dann schon mal angefangen und nachdem ich nun einen neuen Laptop habe, musste ich natürlich mit dem abtippen beginnen.
In dieser Geschichte spinne ich einfach fiktiv eine Forengeschichte weiter, die a) noch ned mal fertig ist, b) zusammen mit Ria und Tipha geschrieben wird und c) hier findet. Hier gibt es erst Mal Teil 1, den zweiten Teil wird es nächste Woche geben, da ich jeden Abend ein wenig weiterschreibe. Und jetzt viel Spaß.
Some time later in Dianserin
Rikard war verbittert über seine eigene Unfähigkeit. Seit zwei Jahren suchte er nun schon verzweifelt nach Danja und seinen beiden Kindern, Dana und Dorian. Vielleicht hatten die anderen doch und sie waren bei dem Überfall auf ihre Güter umgekommen. Wäre er doch nun zuhause geblieben, anstelle mit Valerius in die Schlacht zu ziehen.
Seine Freunde hatten ihm, kurz nach der Trauer, versucht klar zu machen, dass der einzige Unterschied in einem Toten mehr bestand. Er glaubte ihnen nicht, ebenso wenig wie er an ihren Tod glaubte. Passende Leichen hatte man in den Trümmern nie gefunden und Thesias Erklärung, dass die Leichen vermutlich viel zu tief in den Trümmern begraben waren, stritt er auch ab. Im Grund half jedoch alles nichts. Er hatte keine Spur zu den Tätern oder geschweige denn eine Idee wie er herausfinden konnte ob sie wirklich noch lebten.
Aus purem Trotz blieb er daher von der Trauerfeier und Beerdigung seiner Frau und Kinder fern. Was ihm Flints Zorn einbrachte. Es war zwar in seinem Gesicht deutlich zu erkennen gewesen, dass er ebenso wie Rik nicht wahrhaben wollte, dass Danja nicht mehr war, aber er versuchte wenigsten damit klar zu kommen und den Schmerz zu verarbeiten. Während aus seiner Sicht Rikard einfach nur davon lief. Flint konnte Rikards Einstellung genauso wenig nachvollziehen wie, die anderen.
Nachdem Rikard dann drei Monate zusammen mit Dörflern jeden Stein der Trümmer beiseite geräumt hatte und keine passenden Leichen gefunden wurden, schnappte er sich seine alte Ausrüstung und begann mit der Suche nach ihr.
So saß er nun an der Theke irgendeiner Taverne verbittert über einem Humpen Bier und dachte an die schöne alte Zeit und die letzten beide Jahre, die er in den Sand gesetzt hatte.
Kuolema fluchte. Schon wieder hatte ihre Verwandlung einen Makel aufgewiesen. Wenn dies so weiterging würde ihr Racheplan nie aufgehen. Seit zwei Jahren versuchte sie nun schon in die Rolle ihrer Erzfeindin zu schlüpfen, um dann ihr Leben so richtig zur Hölle zu machen, ebenso wie Danja es Schritt für Schritt mit ihrem gemacht hatte.
Zuerst war sie so dreist gewesen Kuolema in ihrer neuen Drachengestalt anzugreifen, danach war sie immer ihren Plänen im Weg gestanden. Der Höhepunkt war jedoch gewesen, dass ausgerechnet Danja es gewesen war, die Kuolema von ihrer Drachengestalt getrennt hatte und damit nicht nur der Drachin ihre Freiheit wieder gegeben sondern auch noch einen Teil von Kuolemas eigener Kraft beraubt hatte. Nun musste sie sich mit einem Rank als einfache Dämonin zufrieden geben. Es hatte List und Tücke gebraucht, dass sie wieder auf der Welt der Sterblichen wandeln konnte. Noch mehr davon hatte sie benötigt um einen Krieg auszulösen, in dessen Wirren sie Danja und ihre Kinder entführen konnte.
Sie bereute jedoch aktuell die Bälger mitgenommen zu haben, vor allem den Jungen. Er war genauso lästig wie seine Eltern. Er hatte jedes Mal ihre Verwandlung in Danja durchschaut. Das Mädchen hätte sie schon längst überzeugt. Wäre sie im Vollbesitz ihrer Kräfte gewesen, so hätte sie noch irgendwelche Schrecken beschworen oder alptraumhafte Illusionen hervorgerufen, welche die Kinder so stark ängstigen, dass sie gar nicht so genau auf Kuolema achten konnten und sich damit zufrieden gaben, dass ihre Mutter da war. Aber nein, in ihrer jetzigen Verfassung konnte sie nur eines von beiden.
Flint war aufgeregt. Es waren noch zwei Tage bis zu seiner Hochzeit mit der edlen Elissa Tabris. Das letzte Mal, dass er so aufgeregt war, war der Tag seines Ritterschlags gewesen. Damals waren sie noch alle dabei gewesen, doch diesmal waren zwar alle gekommen, bis auf Danja und Rik. Still trauerte er noch immer zeitweise um die Frau, die sovieles für ihn gewesen war. Um Rik hingegen vergoss er nicht eine Träne. Er hatte ihm eh immer nur Ärger eingebracht. Jedes Mal wenn Rik etwas angestellt hatte, war es Flint gewesen, der es hatte ausbaden müssen und natürlich der krönende Abschluss war sein Nichterscheinen bei der Beerdigung gewesen.
Ein sanftes Räuspern riss ihn dann jedoch aus diesen dunklen Gedanken. In der Tür stand seine Verlobte. „Ich hoffe, ich störe dich nicht gerade bei etwas, Liebster?“ fragte sie neckend, wohl wissend, dass Flint mit nichts wichtigem beschäftigt war, als sich für das Abendessen mit seinen Freunden vorzubereiten. Flint ging ihr entgegen und zog sie für einen Kuss zu sich heran. „Du störst mich nie, meine Schöne. Ist das Essen schon fertig oder ist noch jemand gekommen, der wegen der Feierlichkeit etwas vorzubringen hat?“
„Beides ist nicht der Fall. Ein alter Mann hat gerade einen Zettel für dich abgegeben, ausnahmsweise dachte ich, bringe ich ihn dir selbst.“ Während dieser Antwort wedelte sie mit einem Stück Papier vor Flints Nase herum und spielte noch ein bisschen mit ihm, bis sie den Zettel herausrückte. So schnell wie Flint die Nachricht gelesen hatte, so schnell warf er ihn zusammengeknüllt in die Ecke. Sein Gemütszustand ging rasend schnell in den Keller. Dies veranlasste Elissa die Nachricht auch zu lesen, obwohl sie normalerweise nichts davon hielt, die Nachrichten oder Briefe anderer Leute zu lesen. Leicht entsetzt nahm sie die Hand vor den Mund und fragte dann: „Du wirst ihm doch helfen?“
Unten im Esszimmer nahmen mittlerweile Valerius, Thesia, Arlea und ihr kleines Schwesterchen Tanja Platz. Nach ihren gemeinsamen Abenteuern hatten Valerius und Thesia geheiratet und Arlea adoptiert. Wo sie sich zu einer prächtigen jungen Dame entwickelt hatte, zumindest meistens. Die Abenteuerlust war Arlea nicht auszutreiben, aber sie hielt sie einigermaßen unter Kontrolle. Tanja war einen Monat nach Danjas Beerdigung zur Welt gekommen und hatte daher ihren Namen auch als kleine Erinnerung an Danja erhalten. Sie saß natürlich in einem speziellen Stuhl, da sie mit ihren knapp zwei Jahren, noch nicht groß genug war, um auf einem normalen Tisch zu sitzen. Thesia hatte auch so ihre Mühen. Ihr Bauch kündete erneut Zuwachs an. In ihrer großen Familie fehlte an und für sich nur noch Rikard, aber sie hatten seit seiner Suche, den Kontakt verloren und Rikard tat auch alles damit er nicht wieder hergestellt wurde. Was sie alle traurig stimmte, aber jetzt freuten sie sich für Flint und Elissa.
Von oben drangen leise Streitereien zu ihnen vor und Valerius und Thesia wussten nur zu gut, dass es so etwas noch öfters geben würde, daher machten sie sich keine Sorgen, dass vor dem großen Tag noch irgendetwas schief gehen könnte. Jetzt würde es maximal zu einer Verspätung beim Abendessen kommen. Sie wurden jedoch recht schnell abgelenkt, als Tanja rief: „Hasi!“ Dabei versuchte sie aufzustehen, was natürlich sofort Valerius zur Tat rief, der das schlimmste verhinderte. Aber niemand konnte sehen, was ihre kleine Tochter gesehen hatte. Dafür hörten sie einen umso lauteren Schrei aus der Küche. Koch und Küchenmagd kamen eiligst aus der Küche gerannt, total verstört. Arlea machte sich auf, um nachzusehen was denn das Personal so erschreckt hatte. Vorsichtig betrat sie die Küche und schaute sich um. Irgendwo im hinteren Bereich hörte sie jemanden ein fröhliches Liedchen trällern, welches hin und wieder durch Kaubewegungen unterbrochen wurde. Als sie nähe kam entdeckte sie eine kleine pelzige Gestalt, die sie schon seit ihrem letzten großen Abenteuer nicht mehr gesehen hatte. Ein kurzes Augenreiben und Arlea war sich sicher, dass sie nicht träumte. Freude strahlend lief sie zu der Gestalt, riss sie hoch und knuddelte sie fest. Undeutlich konnte man hören: „Modoki keine Luft!“
Diese Idee kam mir recht spontan vor ein paar Wochen. Als ich dann aus Ingolstadt heimgefahren bin, hab ich dann schon mal angefangen und nachdem ich nun einen neuen Laptop habe, musste ich natürlich mit dem abtippen beginnen.
In dieser Geschichte spinne ich einfach fiktiv eine Forengeschichte weiter, die a) noch ned mal fertig ist, b) zusammen mit Ria und Tipha geschrieben wird und c) hier findet. Hier gibt es erst Mal Teil 1, den zweiten Teil wird es nächste Woche geben, da ich jeden Abend ein wenig weiterschreibe. Und jetzt viel Spaß.
Some time later in Dianserin
Rikard war verbittert über seine eigene Unfähigkeit. Seit zwei Jahren suchte er nun schon verzweifelt nach Danja und seinen beiden Kindern, Dana und Dorian. Vielleicht hatten die anderen doch und sie waren bei dem Überfall auf ihre Güter umgekommen. Wäre er doch nun zuhause geblieben, anstelle mit Valerius in die Schlacht zu ziehen.
Seine Freunde hatten ihm, kurz nach der Trauer, versucht klar zu machen, dass der einzige Unterschied in einem Toten mehr bestand. Er glaubte ihnen nicht, ebenso wenig wie er an ihren Tod glaubte. Passende Leichen hatte man in den Trümmern nie gefunden und Thesias Erklärung, dass die Leichen vermutlich viel zu tief in den Trümmern begraben waren, stritt er auch ab. Im Grund half jedoch alles nichts. Er hatte keine Spur zu den Tätern oder geschweige denn eine Idee wie er herausfinden konnte ob sie wirklich noch lebten.
Aus purem Trotz blieb er daher von der Trauerfeier und Beerdigung seiner Frau und Kinder fern. Was ihm Flints Zorn einbrachte. Es war zwar in seinem Gesicht deutlich zu erkennen gewesen, dass er ebenso wie Rik nicht wahrhaben wollte, dass Danja nicht mehr war, aber er versuchte wenigsten damit klar zu kommen und den Schmerz zu verarbeiten. Während aus seiner Sicht Rikard einfach nur davon lief. Flint konnte Rikards Einstellung genauso wenig nachvollziehen wie, die anderen.
Nachdem Rikard dann drei Monate zusammen mit Dörflern jeden Stein der Trümmer beiseite geräumt hatte und keine passenden Leichen gefunden wurden, schnappte er sich seine alte Ausrüstung und begann mit der Suche nach ihr.
So saß er nun an der Theke irgendeiner Taverne verbittert über einem Humpen Bier und dachte an die schöne alte Zeit und die letzten beide Jahre, die er in den Sand gesetzt hatte.
Kuolema fluchte. Schon wieder hatte ihre Verwandlung einen Makel aufgewiesen. Wenn dies so weiterging würde ihr Racheplan nie aufgehen. Seit zwei Jahren versuchte sie nun schon in die Rolle ihrer Erzfeindin zu schlüpfen, um dann ihr Leben so richtig zur Hölle zu machen, ebenso wie Danja es Schritt für Schritt mit ihrem gemacht hatte.
Zuerst war sie so dreist gewesen Kuolema in ihrer neuen Drachengestalt anzugreifen, danach war sie immer ihren Plänen im Weg gestanden. Der Höhepunkt war jedoch gewesen, dass ausgerechnet Danja es gewesen war, die Kuolema von ihrer Drachengestalt getrennt hatte und damit nicht nur der Drachin ihre Freiheit wieder gegeben sondern auch noch einen Teil von Kuolemas eigener Kraft beraubt hatte. Nun musste sie sich mit einem Rank als einfache Dämonin zufrieden geben. Es hatte List und Tücke gebraucht, dass sie wieder auf der Welt der Sterblichen wandeln konnte. Noch mehr davon hatte sie benötigt um einen Krieg auszulösen, in dessen Wirren sie Danja und ihre Kinder entführen konnte.
Sie bereute jedoch aktuell die Bälger mitgenommen zu haben, vor allem den Jungen. Er war genauso lästig wie seine Eltern. Er hatte jedes Mal ihre Verwandlung in Danja durchschaut. Das Mädchen hätte sie schon längst überzeugt. Wäre sie im Vollbesitz ihrer Kräfte gewesen, so hätte sie noch irgendwelche Schrecken beschworen oder alptraumhafte Illusionen hervorgerufen, welche die Kinder so stark ängstigen, dass sie gar nicht so genau auf Kuolema achten konnten und sich damit zufrieden gaben, dass ihre Mutter da war. Aber nein, in ihrer jetzigen Verfassung konnte sie nur eines von beiden.
Flint war aufgeregt. Es waren noch zwei Tage bis zu seiner Hochzeit mit der edlen Elissa Tabris. Das letzte Mal, dass er so aufgeregt war, war der Tag seines Ritterschlags gewesen. Damals waren sie noch alle dabei gewesen, doch diesmal waren zwar alle gekommen, bis auf Danja und Rik. Still trauerte er noch immer zeitweise um die Frau, die sovieles für ihn gewesen war. Um Rik hingegen vergoss er nicht eine Träne. Er hatte ihm eh immer nur Ärger eingebracht. Jedes Mal wenn Rik etwas angestellt hatte, war es Flint gewesen, der es hatte ausbaden müssen und natürlich der krönende Abschluss war sein Nichterscheinen bei der Beerdigung gewesen.
Ein sanftes Räuspern riss ihn dann jedoch aus diesen dunklen Gedanken. In der Tür stand seine Verlobte. „Ich hoffe, ich störe dich nicht gerade bei etwas, Liebster?“ fragte sie neckend, wohl wissend, dass Flint mit nichts wichtigem beschäftigt war, als sich für das Abendessen mit seinen Freunden vorzubereiten. Flint ging ihr entgegen und zog sie für einen Kuss zu sich heran. „Du störst mich nie, meine Schöne. Ist das Essen schon fertig oder ist noch jemand gekommen, der wegen der Feierlichkeit etwas vorzubringen hat?“
„Beides ist nicht der Fall. Ein alter Mann hat gerade einen Zettel für dich abgegeben, ausnahmsweise dachte ich, bringe ich ihn dir selbst.“ Während dieser Antwort wedelte sie mit einem Stück Papier vor Flints Nase herum und spielte noch ein bisschen mit ihm, bis sie den Zettel herausrückte. So schnell wie Flint die Nachricht gelesen hatte, so schnell warf er ihn zusammengeknüllt in die Ecke. Sein Gemütszustand ging rasend schnell in den Keller. Dies veranlasste Elissa die Nachricht auch zu lesen, obwohl sie normalerweise nichts davon hielt, die Nachrichten oder Briefe anderer Leute zu lesen. Leicht entsetzt nahm sie die Hand vor den Mund und fragte dann: „Du wirst ihm doch helfen?“
Unten im Esszimmer nahmen mittlerweile Valerius, Thesia, Arlea und ihr kleines Schwesterchen Tanja Platz. Nach ihren gemeinsamen Abenteuern hatten Valerius und Thesia geheiratet und Arlea adoptiert. Wo sie sich zu einer prächtigen jungen Dame entwickelt hatte, zumindest meistens. Die Abenteuerlust war Arlea nicht auszutreiben, aber sie hielt sie einigermaßen unter Kontrolle. Tanja war einen Monat nach Danjas Beerdigung zur Welt gekommen und hatte daher ihren Namen auch als kleine Erinnerung an Danja erhalten. Sie saß natürlich in einem speziellen Stuhl, da sie mit ihren knapp zwei Jahren, noch nicht groß genug war, um auf einem normalen Tisch zu sitzen. Thesia hatte auch so ihre Mühen. Ihr Bauch kündete erneut Zuwachs an. In ihrer großen Familie fehlte an und für sich nur noch Rikard, aber sie hatten seit seiner Suche, den Kontakt verloren und Rikard tat auch alles damit er nicht wieder hergestellt wurde. Was sie alle traurig stimmte, aber jetzt freuten sie sich für Flint und Elissa.
Von oben drangen leise Streitereien zu ihnen vor und Valerius und Thesia wussten nur zu gut, dass es so etwas noch öfters geben würde, daher machten sie sich keine Sorgen, dass vor dem großen Tag noch irgendetwas schief gehen könnte. Jetzt würde es maximal zu einer Verspätung beim Abendessen kommen. Sie wurden jedoch recht schnell abgelenkt, als Tanja rief: „Hasi!“ Dabei versuchte sie aufzustehen, was natürlich sofort Valerius zur Tat rief, der das schlimmste verhinderte. Aber niemand konnte sehen, was ihre kleine Tochter gesehen hatte. Dafür hörten sie einen umso lauteren Schrei aus der Küche. Koch und Küchenmagd kamen eiligst aus der Küche gerannt, total verstört. Arlea machte sich auf, um nachzusehen was denn das Personal so erschreckt hatte. Vorsichtig betrat sie die Küche und schaute sich um. Irgendwo im hinteren Bereich hörte sie jemanden ein fröhliches Liedchen trällern, welches hin und wieder durch Kaubewegungen unterbrochen wurde. Als sie nähe kam entdeckte sie eine kleine pelzige Gestalt, die sie schon seit ihrem letzten großen Abenteuer nicht mehr gesehen hatte. Ein kurzes Augenreiben und Arlea war sich sicher, dass sie nicht träumte. Freude strahlend lief sie zu der Gestalt, riss sie hoch und knuddelte sie fest. Undeutlich konnte man hören: „Modoki keine Luft!“
Montag, 16. November 2009
Der Fall der Burg Cousland – Dragen Age Diaries: Velverin Cousland
Vater lies mich rufen, um die letzten Dinge zu besprechen, bevor er auf in die Schlacht gegen die Darkspawn zieht. Ich wünschte ich könnte wie mein älterer Bruder Fergus mit ihm ziehen. Jedoch werde ich mich um die Burg kümmern müssen, während beide die Darkspawn zur Hölle schicken,
wo sie auch herkommen und wieder hingehören. Ich traf ihn in der Halle, ebenso wie seinen Freund Arl Howe, der hier auf das Eintreffen seiner Truppen warte, welche sich verspätet hatten, um dann ebenfalls in die Schlacht zu ziehen. Nach ein wenig Smalltalk mit ihm konnte ich mich dann auch wieder den wichtigen Dingen widmen. Wobei es nicht mehr wirklich etwas zu besprechen gilt. Dies war auch nicht wirklich die Intention meines Vaters, viel mehr wollte er mich mit einem anderen Freund bekannt machen. Duncan, ein Grey Warden. Schade, dass ich nicht viel Zeit hatte mit ihm zu reden, da Vater wollte, dass ich Fergus aufsuche und ihm sage, dass er sich zur Abreise bereit machen soll. Es genügte jedoch, um zu erfahren, dass Duncan hier war um einen neuen Grey Warden zu rekrutieren. Wie gerne würde ich einer werden, aber Vater machte recht deutlich, dass ihm dies überhaupt nicht gefiel. Ich freute mich trotzdem, da er meinen Freund und Ausbilder im Auge hatte. Ser Gilmore,
der Hauptmann unserer Garde.
Wie der Zufall so wollte suchte er mich auch gerade. Mein treuer tierischer Gefährte Korugar hat sich mal wieder ins Lager unserer Hofküche geschlichen und treibt die gute alte Nan zur Weißglut. Da kann ich mir wieder etwas anhören. Mein Bruder wird also noch etwas warten müssen, ansonsten wird Vater einen neuen Verwalter brauchen. Gilmore begleitete mich und machten uns sofort auf in die Küche. Nan schimpfte schon zwei elfische Bedienstete aus, weil sie Korugar nicht aus der Lager bekommen und Gilmore und ich waren natürlich die nächsten in dieser
Schimpftriade. Wir konnte sie jedoch beruhigen, so dass wir auch ins Lager konnten, wo mir Korugar irgendetwas mitteilen wollte. Scheinbar ging es ihm diesmal nicht um den Sonntagsbraten, sondern um etwas anderes. Vermehrtes Fiepen machte es auch recht deutlich. Irgendwie hatten sich große fette Ratten hier eingenistet und wollten uns partout nicht hier haben. Also nahm ich meine Dolche zur Hand, Gilmore sein Schwert und Korugar hatte als Mabari Kriegshund seine Klauen und den mächtigen Kiefer. In unserer Rüstung störten die Ratten Gilmore und mich wenig und Korugar bekam nur ein paar lapidare Kratzer. Nach getaner Arbeit verließen wir das Lager und erklärten Nan das ganze. Sie ließ sich sogar diesmal dazu erweichen ihm ein paar Fleichreste zu geben, die er glücklich verschlang. Gilmore kehrte zurück zu seinen Aufgaben und mich machte wieder auf zu meinem Bruder.
Diesmal wurde ich von Mutter und einer Freundin von ihr aufgehalten. Ich tat zwar in diesem kleinen Gespräch so als würde ich mich an unsere letzte Begegnung nicht so exakt erinnern, aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie sich mich mit ihren rund 50 Lenzen volltrunken angeflirtet hat, in der Hoffnung ich würde sie zur Braut erwählen. Mich schüttelt es immer noch bei dem Gedanken daran. Viel interessanter war jetzt aber ihre Lady in Waiting, Iona. Ein hübsches Kind, mit dem ich bestimmt in den nächsten Tagen unterhalten werde, vielleicht kann ich sogar
herausschlagen, dass sie ein paar Tage hier verweilen darf, während Mutter ihre Freundin besucht. Jedoch erst Mal auf zur Pflichterfüllung.
Fergus fand ich natürlich in seiner Zimmer zusammen mit meiner Schwägerin und meine Neffen Oren. Wie immer prahlte er mit seiner angeblichen Unverwundbarkeit und wie schnell er doch wieder hier sein würde. Anstandshalber fragte ich, ob ich noch etwas warten soll. Doch meine Bruder neckte mich nur und meinte ich würde das erst verstehen, wenn ich selbst eine geliebte Maid hätte. Ich konnte mich nicht zurückhalten und meinte nur: „Wer sagt denn, dass ich nicht schon eine habe?“ Meine Schwägerin war natürlich total empört und wollte mir vorhalten, wie schädlich das ganze doch für die Familie wäre. Wenig später kamen auch noch Mutter und Vater dazu, es war das letzte Mal, dass die Familie so zusammen war. Denn in der Nacht brach die Hölle über uns herein.
Korugar bellte und riss mich aus dem Schlaf. Irgendjemand machte sich an meiner Tür zu schaffen. Ich konnte gerade noch meine Waffe greifen, bevor zwei Soldaten in mein Zimmer stürmten. Es waren keine Soldaten unseres Hauses. Sie trugen das Wappen des Hauses Howe. Was ging hier vor sich? Die Antwort musste warten. Es galt mein Leben zu verteidigen. Ich schaffte es mit ein paar leichten Wunden und zog hastig meine Rüstung an. Vor Vater und Mutters Zimmer waren ebenfalls zwei Soldaten zu werke. Korugar und ich überraschten sie und machten sie nieder. Mutter kam gerüstet aus dem Zimmer und erklärte, dass Vater nicht hier war sondern noch mit Howe zusammen gewesen war. Furcht kroch durch meine Glieder. Ich machte mir sorgen um Vater. Eilig holte ich sein Schwert und dann schauten wir nach meiner Schwägerin und Oren. Hätten wir doch nur die Tür zugelassen. Abgeschlachtet von Howes Männern. Wer erschlägt hilflose und harmlose Frauenund Kinder?
Damit war es offensichtlich Howe hatte uns verraten und suchte unser aller Tod. Wir mussten also dringend Vater finden. Mutters Freundin hatte ebenfalls der Tod ereilt, von Thomas, ihrem Sohn, und Iona fanden wir jedoch keine Spur. Es gab also zumindest ein bisschen Hoffnung. Auf der Suche nach Vater, gab mir Mutter noch die Schlüssel zur Schatzkammer, dass ich auch das Familienschwert in Sicherheit bringen konnte. In der großen Halle trafen wir auf Gilmore, der uns berichtete, dass Vater sich zum geheimen Ausgang im Lager aufgemacht hatte, in der Hoffnung uns
dort anzutreffen. Also schlugen wir uns dorthin durch, während Gilmore versuchte die Haupthalle zu halten. Blut überströmt fanden wir Vater. Wir waren zu spät. Duncan fand auch noch seinen Weg zu uns. An seiner Rüstung und seinen Schwertern klebte ebenfalls Howe Blut. Er war mit Sicherheit eine Überraschung für die Attentäter gewesen. Vater schloss noch einen letzten Handel ab. Duncan würde Mutter und mich sicher zum Lager des Königs an der Front von Ostagar bringen, wo wir direkt König Cailan berichten konnten. Der Preis dafür war ich. Ich würde ein Grey Warden werden. Mutter blieb jedoch bei Vater, mit Trauer im Herzen ließ ich sie zurück, in der Hoffnung, dass Fergus noch lebte. Es änderte jedoch nichts daran, dass Burg Cousland gefallen war.
wo sie auch herkommen und wieder hingehören. Ich traf ihn in der Halle, ebenso wie seinen Freund Arl Howe, der hier auf das Eintreffen seiner Truppen warte, welche sich verspätet hatten, um dann ebenfalls in die Schlacht zu ziehen. Nach ein wenig Smalltalk mit ihm konnte ich mich dann auch wieder den wichtigen Dingen widmen. Wobei es nicht mehr wirklich etwas zu besprechen gilt. Dies war auch nicht wirklich die Intention meines Vaters, viel mehr wollte er mich mit einem anderen Freund bekannt machen. Duncan, ein Grey Warden. Schade, dass ich nicht viel Zeit hatte mit ihm zu reden, da Vater wollte, dass ich Fergus aufsuche und ihm sage, dass er sich zur Abreise bereit machen soll. Es genügte jedoch, um zu erfahren, dass Duncan hier war um einen neuen Grey Warden zu rekrutieren. Wie gerne würde ich einer werden, aber Vater machte recht deutlich, dass ihm dies überhaupt nicht gefiel. Ich freute mich trotzdem, da er meinen Freund und Ausbilder im Auge hatte. Ser Gilmore,
der Hauptmann unserer Garde.
Wie der Zufall so wollte suchte er mich auch gerade. Mein treuer tierischer Gefährte Korugar hat sich mal wieder ins Lager unserer Hofküche geschlichen und treibt die gute alte Nan zur Weißglut. Da kann ich mir wieder etwas anhören. Mein Bruder wird also noch etwas warten müssen, ansonsten wird Vater einen neuen Verwalter brauchen. Gilmore begleitete mich und machten uns sofort auf in die Küche. Nan schimpfte schon zwei elfische Bedienstete aus, weil sie Korugar nicht aus der Lager bekommen und Gilmore und ich waren natürlich die nächsten in dieser
Schimpftriade. Wir konnte sie jedoch beruhigen, so dass wir auch ins Lager konnten, wo mir Korugar irgendetwas mitteilen wollte. Scheinbar ging es ihm diesmal nicht um den Sonntagsbraten, sondern um etwas anderes. Vermehrtes Fiepen machte es auch recht deutlich. Irgendwie hatten sich große fette Ratten hier eingenistet und wollten uns partout nicht hier haben. Also nahm ich meine Dolche zur Hand, Gilmore sein Schwert und Korugar hatte als Mabari Kriegshund seine Klauen und den mächtigen Kiefer. In unserer Rüstung störten die Ratten Gilmore und mich wenig und Korugar bekam nur ein paar lapidare Kratzer. Nach getaner Arbeit verließen wir das Lager und erklärten Nan das ganze. Sie ließ sich sogar diesmal dazu erweichen ihm ein paar Fleichreste zu geben, die er glücklich verschlang. Gilmore kehrte zurück zu seinen Aufgaben und mich machte wieder auf zu meinem Bruder.
Diesmal wurde ich von Mutter und einer Freundin von ihr aufgehalten. Ich tat zwar in diesem kleinen Gespräch so als würde ich mich an unsere letzte Begegnung nicht so exakt erinnern, aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie sich mich mit ihren rund 50 Lenzen volltrunken angeflirtet hat, in der Hoffnung ich würde sie zur Braut erwählen. Mich schüttelt es immer noch bei dem Gedanken daran. Viel interessanter war jetzt aber ihre Lady in Waiting, Iona. Ein hübsches Kind, mit dem ich bestimmt in den nächsten Tagen unterhalten werde, vielleicht kann ich sogar
herausschlagen, dass sie ein paar Tage hier verweilen darf, während Mutter ihre Freundin besucht. Jedoch erst Mal auf zur Pflichterfüllung.
Fergus fand ich natürlich in seiner Zimmer zusammen mit meiner Schwägerin und meine Neffen Oren. Wie immer prahlte er mit seiner angeblichen Unverwundbarkeit und wie schnell er doch wieder hier sein würde. Anstandshalber fragte ich, ob ich noch etwas warten soll. Doch meine Bruder neckte mich nur und meinte ich würde das erst verstehen, wenn ich selbst eine geliebte Maid hätte. Ich konnte mich nicht zurückhalten und meinte nur: „Wer sagt denn, dass ich nicht schon eine habe?“ Meine Schwägerin war natürlich total empört und wollte mir vorhalten, wie schädlich das ganze doch für die Familie wäre. Wenig später kamen auch noch Mutter und Vater dazu, es war das letzte Mal, dass die Familie so zusammen war. Denn in der Nacht brach die Hölle über uns herein.
Korugar bellte und riss mich aus dem Schlaf. Irgendjemand machte sich an meiner Tür zu schaffen. Ich konnte gerade noch meine Waffe greifen, bevor zwei Soldaten in mein Zimmer stürmten. Es waren keine Soldaten unseres Hauses. Sie trugen das Wappen des Hauses Howe. Was ging hier vor sich? Die Antwort musste warten. Es galt mein Leben zu verteidigen. Ich schaffte es mit ein paar leichten Wunden und zog hastig meine Rüstung an. Vor Vater und Mutters Zimmer waren ebenfalls zwei Soldaten zu werke. Korugar und ich überraschten sie und machten sie nieder. Mutter kam gerüstet aus dem Zimmer und erklärte, dass Vater nicht hier war sondern noch mit Howe zusammen gewesen war. Furcht kroch durch meine Glieder. Ich machte mir sorgen um Vater. Eilig holte ich sein Schwert und dann schauten wir nach meiner Schwägerin und Oren. Hätten wir doch nur die Tür zugelassen. Abgeschlachtet von Howes Männern. Wer erschlägt hilflose und harmlose Frauenund Kinder?
Damit war es offensichtlich Howe hatte uns verraten und suchte unser aller Tod. Wir mussten also dringend Vater finden. Mutters Freundin hatte ebenfalls der Tod ereilt, von Thomas, ihrem Sohn, und Iona fanden wir jedoch keine Spur. Es gab also zumindest ein bisschen Hoffnung. Auf der Suche nach Vater, gab mir Mutter noch die Schlüssel zur Schatzkammer, dass ich auch das Familienschwert in Sicherheit bringen konnte. In der großen Halle trafen wir auf Gilmore, der uns berichtete, dass Vater sich zum geheimen Ausgang im Lager aufgemacht hatte, in der Hoffnung uns
dort anzutreffen. Also schlugen wir uns dorthin durch, während Gilmore versuchte die Haupthalle zu halten. Blut überströmt fanden wir Vater. Wir waren zu spät. Duncan fand auch noch seinen Weg zu uns. An seiner Rüstung und seinen Schwertern klebte ebenfalls Howe Blut. Er war mit Sicherheit eine Überraschung für die Attentäter gewesen. Vater schloss noch einen letzten Handel ab. Duncan würde Mutter und mich sicher zum Lager des Königs an der Front von Ostagar bringen, wo wir direkt König Cailan berichten konnten. Der Preis dafür war ich. Ich würde ein Grey Warden werden. Mutter blieb jedoch bei Vater, mit Trauer im Herzen ließ ich sie zurück, in der Hoffnung, dass Fergus noch lebte. Es änderte jedoch nichts daran, dass Burg Cousland gefallen war.
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